Glossar - wichtige Begriffe schnell erklärt

Approbation: Eine psychotherapeutische Weiterbildung wird mit der so genannten Approbation abgeschlossen. Die Approbation ermöglicht die Niederlassung in eigener Praxis.

 

Die „P-Berufe“: Ich werde von Patienten ganz oft gefragt, was der Unterschied zwischen Psychologen, Psychiatern und Psychotherapeuten ist. Deshalb finden Sie hier eine Beschreibung dieser Berufsgruppen. Die Unterschiede ergeben sich durch die Art des Studiums (Psychologie oder Medizin) und durch Weiterbildungen, die zu unterschiedlichen Qualifizierungen führen.

 

Kassenzulassung: Psychotherapeuten mit einer Kassenzulassung haben eine automatische Abrechnungsgenehmigung mit den gesetzlichen Krankenkassen. Aufgrund von Niederlassungsbeschränkung dürfen aktuell in den meisten Regionen Deutschlands keine zusätzlichen Kassenzulassungen mehr erworben werden – auch wenn viele Therapeuten die Voraussetzungen hierfür erfüllen und der Bedarf vorhanden ist.

 

Kostenerstattungsverfahren: Wenn Sie bei einem Psychotherapeuten mit Kassenzulassung keinen Therapieplatz innerhalb von ca. 3 Monaten bekommen, kann die Kostenübernahme für eine Psychotherapie in einer Privatpraxis beantragt werden. Dadurch kann zumindest teilweise die ambulante Versorgung gesetzlich versicherter Patienten verbessert werden. Manche Krankenkassen stehen dem leider sehr ablehnend gegenüber, andere Kassen zeigen mehr Bereitschaft für die Kostenübernahme auf diesem Weg.

 

Palliativphase: Als „palliativ“ wird eine Krankheitsphase bezeichnet, in der keine Heilung mehr möglich ist (z.B. bei Krebserkrankungen). Aus medizinischer Sicht besteht das Hauptziel dann nicht mehr darin, die Krankheit zu heilen, sondern das Leiden möglichst zu lindern.

 

Psychologe: … hat ein Psychologie-Diplom erworben, aber im Vergleich zum Psychotherapeuten keine psychotherapeutische Weiterbildung. Ohne diese Weiterbildung ist eine Niederlassung in eigener Praxis nicht möglich.

 

Psychiater: … sind Ärzte und haben einen Facharzt im Bereich psychiatrischer Erkrankungen, so wie es auch Fachärzte für Orthopädie oder anderes gibt. Eine ambulante Behandlung bei einem Psychiater ist oft begleitend zu einer Psychotherapie sinnvoll, vor allem dann, wenn eine medikamentöse Mitbehandlung erforderlich ist. Bei manchen Erkrankungen, wie z.B. bei einer mittelstark ausgeprägten Depression, wird die Kombination einer psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlung empfohlen.

 

Psychotherapeut: Es gibt ärztliche und psychologische Psychotherapeuten. Beide haben zunächst ein Studium und anschließend eine mehrjährige psychotherapeutische Weiterbildung absolviert. Die ärztlichen Psychotherapeuten haben Medizin studiert, die psychologischen Psychotherapeuten Psychologie. Beide haben also ein abgeschlossenes Studium plus eine psychotherapeutische Weiterbildung in einem anerkannten Psychotherapieverfahren (dieses wird mit der sogenannten Approbation abgeschlossen). Nur mit dieser Qualifikation ist die Niederlassung mit einer eigenen Praxis möglich.

 

Psychoonkologie: … ist eine bestimmte Form der Psychotherapie, welche sich u.a. mit den psychischen und sozialen Auswirkungen einer Krebserkrankung befasst. Psychoonkologen sind meist Ärzte oder Psychotherapeuten mit einer speziellen psychoonkologischen Weiterbildung. Viele Kliniken/Krankenhäuser bieten eine psychoonkologische Begleitung während der Behandlung an. Oft ist eine ambulante psychoonkologische Therapie zur Krankheitsverarbeitung sinnvoll.

 

Therapieverfahren: Es gibt ganz unterschiedliche Formen der Psychotherapie, aber nur 3 davon gelten als wissenschaftlich anerkannt und werden von den Krankenkassen bezahlt: Die Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

 

Traumatherapie: Menschen mit traumatischen Erfahrungen leiden oft unter starkem Wiedererleben der Traumata. Eine Psychotherapie mit dem Fokus einer Traumabehandlung hat vor allem das Ziel, dass sich Betroffene besser von ihren Traumatisierungen distanzieren können, mehr innere und äußere Stabilisierung erzielen und wieder mehr am Leben teilhaben können. Mein Vorgehen bei einer Trauma-Behandlung beruht zu großen Teilen auf der von Luise Reddemann entwickelten Psychodynamisch-Imaginativen Tramatherapie (PITT). Näheres hierzu kann ich Ihnen gern erläutern, wenn Sie eine entsprechende Behandlung wünschen.